19. April: Karfreitag


Seht an das Holz des Kreuzes,
an dem der Herr gehangen,
das Heil der Welt.
Kommt lasset uns anbeten!

Ein großes Schweigen steht über dem Karfreitag. Jesus, der Christus, der Gesalbte Gottes,
der Sohn Gottes, Gott von Gott und Licht vom Licht, stirbt schmachvoll am Kreuz.

Diesen Tag müssen wir aushalten. Wir müssen begreifen, was das heißt – für jeden von uns
und für die Kirche. Und wir sollten nicht gleich den Blick auf morgen werfen, auf Ostern. Für einen
Augenblick hat der Tod das vorletzte Wort. Das Lukasevangelium spricht davon, dass sich die Sonne
verdunkelte und der Vorhang im Tempel entzweiriss. Es wurde finster im Land und der Zugang zum
Allerheiligsten des Tempels wurde geöffnet und war sichtbar für alle. Die Welt steht still.

Der Karfreitag lädt uns ein, die Stille zu wahren und nur unserer Stimme zu trauen, ohne Orgelbegleitung
einfache Trostlieder zu singen. Zu begreifen ist dieses Geschehen nicht – es bleibt uns ein Geheimnis.
Auch die Theologie ist an diesem Tag mit ihrem Latein am Ende und will weitereilen zur Auferstehung des
Herrn am Ostertag.

Nutzen wir diesen Tag, um innezuhalten, nachzudenken, im Herzen zu bewahren und niederzuknien vor dem
Kreuz – unserer einzigen Hoffnung, um dem Verstehen näher zu kommen: "Im Kreuz ist Heil, im Kreuz
ist Hoffnung, im Kreuz ist Leben."

Peter Jansen, Velbert


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Inhaber und Herausgeber: Kolpingwerk im Erzbistum Köln e. V., Präses-Richter-Platz 1a, 51065 Köln
Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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