18. April: Gründonnerstag


Mit dem heutigen Tag beginnen die heiligen drei Tage. Die österliche Bußzeit geht ihrem Ende entgegen
und steuert auf das Osterfest zu. Doch zuvor erleben wir den tiefsten Punkt in Jesu Leben. Wir werden
konfrontiert mit den Schwächen der Jünger, die auch unsere Schwächen sein könnten. Und wir
werden dem Tod ausgesetzt. Zuvor erleben wir Jesus im Kreis seiner Jünger, wie er mit ihnen Mahl
hält, wie er es schon viele Male zuvor mit ihnen getan hat. Dabei wäscht er ihnen die Füße. In
der heutigen Liturgie finden wir dieses Element wieder. Oft sind es Engagierte aus der Pfarrgemeinde,
denen der Pfarrer im Gottesdienst die Füße wäscht. Im klösterlichen Kontext sind es die
Äbtissinnen und Äbte, die meist in einer konventsinternen Feier ihren Mitschwestern und Mitbrüdern
die Füße waschen. Der Oberste einer Gemeinschaft übernimmt den niedrigsten Dienst. Die
Äbtissin/der Abt vollzieht an den Schwestern und Brüdern einen Liebesdienst. Es ist ein Dienst
des Leiters an seiner Gemeinschaft. Und er kann zu einem Dienst der Reichen an den Armen, der
Chefs an ihren Angestellten werden ... Der, der sonst sagt wo es lang geht bückt sich, kniet nieder
und wäscht dem, dem sonst gesagt wird wo es lang geht die Füße – ein Akt tiefer Nächstenliebe.
Jesus zeigt uns auf hingebungsvolle Weise wie er sich Nächstenliebe vorstellt, keine Erklärung mit
Worten, stattdessen macht er es uns durch sein Handeln vor. Bevor er den letzten und schwersten Teil
seines Lebens geht wird er selbst zum Diener an der Gemeinschaft seiner Jünger. Und er erteilt den
Jüngern den Auftrag, es ihm gleich zu tun.

Tobias Kanngießer, Köln


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Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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