14. April: Palmsonntag: Der Esel und wir


Im Allgemeinen ist der Esel ein Tier, das heute wenig wertgeschätzt wird. In der Bibel sieht es anders
aus. In der Weihnachtsgeschichte wird der Esel nicht erwähnt, steht aber in fast jeder Krippe.
Ein Blick in das Alte Testament hilft. In Jesaja heißt es: "Der Ochse kennt seinen Besitzer und der
Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht". (Jes 1,3).
Beide sind hier Vorbilder, weil sie ihren Herren erkennen, aber das Volk Israel eben nicht. Im Buch
des Propheten Sacharja steht geschrieben: "Siehe dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist
demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin. Ich vernichte die Streitwagen aus
Efraim und die Rosse aus Jerusalem, vernichtet wird der Kriegsbogen." (Sach 10,9f). Ein Friedenssymbol ist hier
der Esel. Palmsonntag reitet Jesus auf einem Esel in Jerusalem ein, somit setzt er hiermit ein wichtiges Zeichen.
Jesus ist der Messias, der Bote des Friedens. Im Evangelium heißt es: "Bindet ihn los und bringt ihn her – der
Herr braucht ihn." (Lk 19,28f) Der Esel hat eine Aufgabe zu erfüllen. Der Esel ist hier ein Bild für uns Christen.
Auch wir müssen uns losbinden lassen und Jesus braucht uns. Wir dürfen ihn tragen. Wir sind heute diejenigen,
die Christus zu den Menschen bringen.

Michael Inden, Düsseldorf (Diözesanpräses der KAB)


Den "Virtuellen Fastenkalender" finden Sie auch in der App "Gott offen" unter Gebete – Kirchenjahr – Fastenzeit.
Die App ist kostenlos für iOS in Apples App Store als auch für Android im google Play Store verfügbar.



Logo Fastenkalender

IMPRESSUM:
Inhaber und Herausgeber: Kolpingwerk im Erzbistum Köln e. V., Präses-Richter-Platz 1a, 51065 Köln
Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


Sie erhalten diese E-Mail, weil Ihre E-Mail-Adresse auf der Seite www.fastenkalender-koeln.de eingetragen wurde. Sollten Sie sich abmelden wollen, so schicken Sie bitte diese E-Mail mit dem Betreff "Abmeldung" zurück.