11. April: Gute Ratschläge


In der Fastenzeit biete ich in unserer Bürogemeinschaft einmal wöchentlich einen Impuls an, den ich meist einen Tag
vorher aussuche. Vorgestern war es ein Text, in dem es um "erzwungenes Nichtstun" ging und wie diese anscheinend
sinnlos vorbeigehende Zeit genutzt werden kann. Die Autorin des vorgelesenen Textes hat dazu das Beispiel des
Teeziehenlassens verwendet. Während der Tee zieht kann man nichts anderes machen, sonst zieht er entweder zu
lang oder zu kurz. Vor und nach dem Vorlesen der ausgewählten Texte erläutere ich meine Auswahl und gebe meinen
persönlichen Eindruck wieder oder Gedanken, die ich mit dem Text verbinde.
So auch beim letzten Mal – hatte ich doch gerade selbst dieses sinnlose Warten erlebt als mein Computer nicht so schnell
arbeiten wollte, wie ich das gerne gehabt hätte. Während des erzwungenen Wartens habe ich ordentlich vor mich hin
geschimpft. Mein Kommentar zu den Kolleginnen und Kollegen nach der Erzählung am Ende des Impulses lautete in etwa so:
"Dann vielleicht die Zeit des Wartens bewusst als Unterbrechung nehmen und nicht der Zeit hinterherlaufen, die mir so
vergeudet vorkommt. Ich kann es ja eh grad nicht ändern." Darauf antwortete meine Kollegin: "Tobias, daran werde
ich Dich beim nächsten Mal erinnern." Ja, gute Ratschläge sind schnell gegeben – sich selbst daran zu erinnern und
sie zu befolgen ist eine Probe, auf die ich gestellt werde.

Tobias Kanngießer, Köln


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Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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