3. April: Mach was draus, sei Zukunft!


Noch drei Tage! Am fünften Sonntag der Fastenzeit wird seit Jahrzehnten unser "Fastenopfer" eingesammelt. Ja, das
ist viel wichtiger als eine normale Kollekte, wo man sich aus Gewohnheit des lästigen Kleingeldes entledigt. Es geht am kommenden
Sonntag darum, ob ich "Fastenzeit" richtig verstanden habe und überhaupt mein Leben in der Freundschaft mit Christus.
Es geht ganz bestimmt nicht um ein etwas großzügigeres Trinkgeld, sondern um ein richtiges Opfer und darüber hinaus um mein
Qualitätsprofil als Mensch dieser Zeit!
Ich finde das Motto, das die Leute in Aachen für die Misereor-Aktion 2019 ausgedacht haben, großartig! Zuerst hält man wohl
mal die Luft an: "Sei Zukunft!" Ich? Was kann ich schon bringen! Da gibt es viel wichtigere Leute als mich. Die sitzen an
den Hebeln der Macht. Die sollen doch mal endlich ...
Unsere Bibel ist voll von den Wirkungen kleiner Leute!
Wer redet noch von den "gottgleichen" Pharaonen Ägyptens außer Archäologen und Kulturhistorikern! Ihre Grabmäler,
die Pyramiden, sind nur noch Touristenattraktionen. Und die römischen Kaiser, die eine ganze Welt beherrschten? Na ja, ein
paar eindrucksvolle Altbauten erzählen von Vergangenheit.
Aus der Bibel aber hören wir von einfachen Wanderhirten, die bis zur Stunde vielen Menschen Wichtiges zu ihrem Lebensweg
sagen wie zum Beispiel Abraham und Mose und von einem Bauhandwerker aus Nazaret, der nach wie vor für Millionen der
Lebensmeister ist und nach dem wir weltweit unsere Jahre zählen. Du bist schon in der Nähe der Zukunft, wenn du mit ihm
unterwegs bist! Klar, wir erinnern uns auch seiner Vergangenheit. Wie er damals gelebt hat, ist uns überaus anregend für unsere
Lebensgestaltung heute, aber ebenso wichtig ist das, was durch ihn und mit ihm entsteht. Christen sind Zukunftsmenschen! Was
sollte sonst die zentrale Bitte des Gebetes, das allen christlichen Kirchen und Konfessionen das wichtigste ist: "Dein
Reich komme!"
Anders gesagt: "Deine Regierung soll anbrechen. Dein Programm soll Wirklichkeit werden!"
Wir sind durch Taufe und Firmung berufen als Mitglieder seiner Regierung! Wir sitzen mit dem am Tisch, der die
"Richtlinienkompetenz" hat, aber nicht allein regieren will. Er will dich und mich dabei haben, als seine Ministerinnen
und Minister!
"Mach was draus!" Wenn ich diese drei kleinen Worte bedenke, fällt mir das Gleichnis von den Talenten ein. Der meint
nur eins zu haben, wird nicht etwa deswegen getadelt, sondern weil er das eine vergraben hat. Mach was draus! Aus wenig
kann sehr viel werden!

Gerhard Dane, Bedburg


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Inhaber und Herausgeber: Kolpingwerk im Erzbistum Köln e. V., Präses-Richter-Platz 1a, 51065 Köln
Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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