31. März: Vierter Sonntag in der Fastenzeit


"Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und
gegen dich versündigt." (Lk 15,18)
Dieser Satz aus dem bekannten Gleichnis vom Barmherzigen Vater, das wir heute im Gottesdienst hören, liest
sich wie ein Programm für die Fastenzeit. Hier wie auch in vielen anderen Texten der Fastenzeit müssen wir uns
mit dem Begriff der Sünde auseinandersetzen.
Im Begriff der Sünde klingt für mich das Wort "Sund" mit. Ich mag dieses Bild. Als Sund bezeichnet man im
Ostseeraum und in Skandinavien eine Meerenge. Zwei Länder sind voneinander getrennt, durch das Wasser. Unterhalb des
Wassers besteht jedoch eine tiefe Verbindung. "Sünde" in diesem Bild ist dann das, was uns von Gott trennt. Doch im
Vertrauen auf die bei allem Trennenden bestehende Verbindung können wir aufbrechen. In unserem Bild bedeutet das dann,
dass wir in die Tiefe gehen müssen, um das Verbindende zu entdecken.
Wenn wir nun also aufbrechen, dann nicht, um neue Länder zu entdecken. Brechen wir auf in die Tiefe unseres
Seins. Entdecken wir, was uns mit Gott und den Menschen verbindet.

Tobias Wiegelmann, Köln


Den "Virtuellen Fastenkalender" finden Sie auch in der App "Gott offen" unter Gebete – Kirchenjahr – Fastenzeit.
Die App ist kostenlos für iOS in Apples App Store als auch für Android im google Play Store verfügbar.



Logo Fastenkalender

IMPRESSUM:
Inhaber und Herausgeber: Kolpingwerk im Erzbistum Köln e. V., Präses-Richter-Platz 1a, 51065 Köln
Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


Sie erhalten diese E-Mail, weil Ihre E-Mail-Adresse auf der Seite www.fastenkalender-koeln.de eingetragen wurde. Sollten Sie sich abmelden wollen, so schicken Sie bitte diese E-Mail mit dem Betreff "Abmeldung" zurück.