22. März: Offene Kirchen


Unsere Familie fährt schon seit Jahren immer wieder auf die kleine Nordseeinsel Pellworm.
Dort gibt es nicht viel zu sehen und zu besichtigen, aber die Alte Kirche St. Salvator aus dem 12. Jahrhundert
ist die wohl bedeutendste Sehenswürdigkeit auf der nordfriesischen Insel. Wenn dann die Nachbarinseln besucht
werden, ist für viele Touristen klar: die Kirchen müssen gesehen werden.
In anderen Ländern zahlt man unter Umständen eine Menge Geld, um in den Innenraum zu gelangen. Die Kathedrale
der Heiligen Maria (La Seu) in Palma auf Mallorca ist ein bekanntes Beispiel dafür oder St Paul's Cathedral in London.
Vermutlich können auch Sie sich an Ihre Besuche kirchlicher Sehenswürdigkeiten auf Urlaubsreisen erinnern und
wie die Emotionen sich durch das Licht, den Geruch, die Architektur veränderten. Die allermeisten zünden vor Ort
gerne eine Kerze an, denn in entspannter Urlaubsstimmung mit Zeit und Ruhe in einem alten Gotteshaus für einen
Moment ins eigene Leben zu horchen, das macht Glaube ein Stück einfacher und erfahrbarer.
Doch wie heißt es so schön: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Vielerorts gibt es
Stadt- und Citykirchen oder das Angebot der "Offenen Kirche", das man mitten im Alltag nutzen kann: Kirchen, die
geöffnet haben und Gelegenheit bieten für das Anzünden einer Kerze, einen Eintrag ins Fürbittenbuch, um sich etwas von
der Seele zu schreiben oder einen Psalmvers auf einem ausgelegten Kärtchen zu lesen. Mancherorts findet sich auch ein
Seelsorger für ein Gespräch. Ganz unaufdringlich und mitten im Leben öffnen die offenen Kirchen so einen Raum, in dem
Menschen für sich selbst den christlichen Glauben neu oder wieder entdecken können.

Yvonne Willicks: alle Texte aus dies., Glaube ganz einfach. Asslar, 2018. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des adeo Verlags, Asslar.


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Inhaber und Herausgeber: Kolpingwerk im Erzbistum Köln e. V., Präses-Richter-Platz 1a, 51065 Köln
Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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