15. März: Geh und versöhne dich mit deinem Bruder!


Im heutigen Evangelium (Mk 5,20-26) geht es um das Thema Gerechtigkeit. Einmal mehr erfahren wir, wie sich Jesus
Gerechtigkeit vorstellt. Wobei das nicht seine Gerechtigkeit ist, sondern Gottes Gerechtigkeit. Er führt ein Beispiel
aus dem Leben der Menschen an und setzt es in den alttestamentlichen Zusammenhang. Er hebt dabei die Gesetze
des Alten Testaments nicht auf. Er wendet sie noch radikaler an. Nicht der Verstoß gegen das Gebot, niemanden zu töten, ist
strafbar. Es ist schon die Gesinnung, die Haltung, die zur Strafe führen kann. Jesus gibt uns auch mit auf den Weg, was
wir tun können, um einer Strafe zu entkommen: Versöhne dich mit deinem Bruder! Wenn du im Streit mit deinem Bruder bist,
dann lass alles stehen und liegen, auch wenn du gerade Gottesdienst feierst – egal – die Versöhnung ist wichtiger. Wenn
du das getan hast, dann kannst du wiederkommen und Gottesdienst feiern.
Bei dieser Erzählung stelle ich mir vor, wie es wohl am Sonntag in unserer Kirche wäre, wenn uns beim Kommuniongang
diese Aufforderung einfiele und der eine oder die andere selbiger nachkäme.
Jesu Botschaft von der Gerechtigkeit ist ein radikaler Auftrag an jeden von uns. Sie ist Teil der Verkündigung vom
Reich Gottes, das wir auf Erden anfangen sollen zu verwirklichen. Gehen wir also und versöhnen uns mit unserem Bruder,
unserer Schwester – unserem Nächsten!

Tobias Kanngießer, Köln


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Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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