13. März: Die Aufforderung der Kirchenglocken


Wer im Umkreis einer Kirche lebt, hört mehrmals täglich mehr oder weniger laut die Glocken bimmeln. Seitens der
katholischen Kirchen ertönt das sogenannte "Angelusläuten" dreimal am Tag: morgens, mittags und abends.
Auch in den meisten evangelischen Kirchen findet sich eine Form des täglichen Geläuts.
Da ich quasi unter einem Kirchturm groß geworden bin, kann ich ein Liedchen davon singen, wie nervig vor
allem das morgendliche Läuten zwischen sechs und sieben Uhr sein konnte, wenn ich mal nicht so früh rausmusste.
Tatsächlich strukturiert das Läuten seit Jahrhunderten für uns Menschen den Tagesablauf: Arbeitsbeginn,
Mittagessen, Feierabend. Ursprünglich erklang das Läuten aber als Aufforderung zum Gebet und Innehalten – als
Aufforderung zum Gedächtnis an die Auferstehung, das Kreuzesleiden und die Menschwerdung Christi.
Diese ursprüngliche Funktion der Glocken finde ich wunderbar:
• Sie wollen uns mal kurz aus dem Alltag läuten.
• Sie halten uns dazu an, den Blick über den Tellerrand zu wagen.
• Sie wollen uns helfen, das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren.
Dass es da noch etwas Wichtigeres gibt, das auf uns wartet. Dass wir nicht allein sind. Dass Jesus für
uns Mensch geworden ist. Dass wir das ewige Leben haben werden.
Wer das glauben kann, hat es gut!
Lassen Sie sich doch mal darauf ein, beim nächsten Glockengeläut kurz innezuhalten, vielleicht den Blick
nach oben zu wagen und auf das zu hören, was Ihr Herz in diesem Moment, wenn Sie durch die Glocke unterbrochen werden, bewegt.

Yvonne Willicks: alle Texte aus dies., Glaube ganz einfach. Asslar, 2018. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des adeo Verlags, Asslar


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Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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