26. Dezember: Heiliger Stephanus


Wenn ich die Geschichten über die ersten Christenverfolgungen lese,
frage ich mich immer, was die Motivation der Verfolger gewesen ist?
War es Neid? War es Hass? Falsch verstandene Religiosität?

Haben Sie sich die Szene der Steinigung des Stephanus schon einmal bildlich
vorgestellt? Menschen schreien und halten sich dabei gleichzeitig die Ohren zu? Rennen los.
Ist das nicht genau die Verhaltensweise, die Kinder an den Tag legen, wenn Sie von etwas total überfordert sind?
Überforderung? Vielleicht war das bei Stephanus so: "sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem
er sprach, nicht widerstehen." Stephanus verkündet das Evangelium Christi mit Weisheit und Geist. "Siehe, ich sehe den
Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen." Das ist schier unvorstellbar,
das kann einen doch nur verrückt machen. Aber nur, wenn man es wirklich glaubt. Denn dann hätte das ja Konsequenzen für
mein Leben. Es ist zum Zähneknirschen.

Ob sich das auch jener Saulus gedacht hat, von dem wir in diesem Text lesen?
Und ob er sich an diesen Stephanus erinnert hat, als Jesus ihn beim Namen rief?
Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass er sich zu einer anderen Zeit der Radikalität
des Evangeliums gestellt hat. Mit allen Konsequenzen.

Tobias Wiegelmann, Köln


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Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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