2. April: Ostermontag


In unserem Gotteslob findet man ein wunderbares neues Lied unter den Osterliedern, die die Erfahrung der Emmausjünger aufnimmt und deutet: „Bleibe bei uns, du Wanderer durch die Zeit!“ (GL 325) Es verbindet das Evangelium vom heutigen Ostermontag mit unserem konkreten Dasein.

Die Emmausgeschichte ist so reich an Leben und Zuversicht, dass sie lebenslang einen Menschen begleiten kann, ohne dass sie an Spannung und Dramatik verliert. Immer greift sie auch unsere Erfahrung – die der Leser und Hörer – auf und kann uns auf unserem Weg mit Jesus leiten. Christus, als Wanderer durch die Zeit begleitet uns auf den Pilgerwegen unseres Lebens mit gleicher Entschlossenheit wie Kephas und seinen Weggefährten damals. Sie erfuhren Stärkung durch den unbekannten Begleiter, der ihnen Passagen der Bibel erklärte. Ihr Herz „brannte“, als er mit ihnen redete. Auf ihr Bitten hin, bleibt er an diesem Abend bei ihnen und bricht mit ihnen das Brot. Da fallen alle Sorgen und Schmerzen von ihnen ab – sie finden Zukunft und Lebenselixier bei ihm und gehen eilends nach Jerusalem zurück.

Diese Erfahrung der Emmausjünger tut gut. Sie kann uns und der Kirche „Beine machen“! Verstehen auch wir uns als Wanderer durch die Zeit, oder sind wir längst sesshaft geworden in unserer Bequemlichkeit? Jesus hilft uns immer wieder auf die Füße, wenn wir aufstehen wollen, um mit ihm unterwegs zu sein. Dann wird er auch für uns und seine Kirche zum Wort Gottes selber und zum Gastgeber jeder Eucharistiefeier. Gefragt ist geistige Mobilität und Bereitschaft zum Aufstehen für das Leben. Die kommende Osterzeit können wir es versuchen!

„Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit!
Schon sinkt die Welt in Nacht und Dunkelheit.
Geh nicht vorüber, kehre bei uns ein.
Sei unser Gast und teile Brot und Wein.“ (GL 325, 1)


(Peter Jansen, Velbert)



(Mit diesem Kalenderblatt endet der diesjährige Fastenzeitkalender. Wir hoffen, er hat Ihnen gefallen und sie sind wieder dabei, wenn wir das erste Kalenderblatt des Adventskalenders aufschlagen. Für uns als Kolping-Diözesanverband Köln war es eine Premiere, aber wir sind gerne bereit, das Begonnene fortzusetzen, vorausgesetzt, Sie sind dabei und abonnieren den Kalender im Advent. Schreiben Sie uns, was Ihnen gefallen hat und was wir verbessern sollten.
Wir danken an dieser Stelle besonders den Autoren, die sich sehr kurzfristig eingefunden haben, uns in den vergangenen Wochen zu unterstützen.)



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Inhaber und Herausgeber: Kolpingwerk im Erzbistum Köln e. V., Präses-Richter-Platz 1a, 51065 Köln
Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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