22. März: Ein Segen, es ist Dir nichts passiert! Ein Segen, Du bist wieder da!


Vertraute Sätze, die Erleichterung und Freude ausdrücken.
Du bist ein Segen, jemanden segnen, den Segen erbitten – aber was heißt das eigentlich?

Gottes Segen, das haben bereits die Menschen gespürt, die die Geschichten des Alten (Ersten) Testaments aufgeschrieben haben, liegt seit Beginn unsrer Erde über der Schöpfung, über uns allen. „Gott sah alles an, was er gemacht hatte und er sah, dass es gut war.“ So überliefern es die Schöpfungserzählungen, die den Menschen vermitteln möchten, dass Gottes Wohlwollen, seine Liebe, der Anfang von allem ist. Das ist der Segen, Gottes gute Worte an uns und an die ganze Erde. Ein altes deutsches Wort drückt es ebenso schön aus: benedeien. Wir kennen es aus dem „Gegrüßet seist du Maria“ – Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes …“ gesegnet heißt dieses übersetzt. Und dieses Wort heißt nun wiederum: „Gutes sagen!“

Jemanden segnen heißt also, ihm oder ihr etwas Gutes sagen und zugleich, ihm oder ihr zu sagen, dass Gott es gut mit uns meint. Wer sich segnen lässt, stellt sich für einen Moment in das Licht Gottes, in sein Wohlwollen, seine Zuneigung zu uns Menschen. Und diesen Zuspruch weiterzugeben, heißt eigentlich eins der größten Gebote Jesu in einem kleinen, aber bedeutsamen Zeichen weiterzugeben: „Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“

Einer der ältesten und schönsten Segenssprüche findet sich im Alten Testament:

Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil. (Num 6,24-26)


(Peter Jansen, Velbert)


IMPRESSUM:
Inhaber und Herausgeber: Kolpingwerk im Erzbistum Köln e. V., Präses-Richter-Platz 1a, 51065 Köln
Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


Sie erhalten diese E-Mail, weil Ihre E-Mail-Adresse auf der Seite www.fastenkalender.or.at eingetragen wurde. Sollten Sie sich abmelden wollen, so schicken Sie bitte diese E-Mail mit dem Betreff "Abmeldung" zurück.