15. März: … und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie sorgte für sie. (Mk 1,31)


Vor einigen Wochen war die Heilung der Schwiegermutter des Petrus durch Jesus Thema des Sonntagsevangeliums. Immer wieder wird uns berichtet, dass Menschen durch Jesus geheilt wurden von allen möglichen Krankheiten, von Handicaps und Beeinträchtigungen: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, böse Geister lassen auf den Befehl von Jesus von Menschen ab. Durch diese Wunder wird uns die Wirkmächtigkeit von Jesus bildlich vor Augen geführt, seine Worte werden durch die Taten unterstrichen und bekräftigt. Wir dürfen erkennen, dass Jesus wirklich von Gott kommt. Das kann auch uns bis auf den heutigen Tag in Staunen versetzen. Auch wir spüren, da stimmen Worte und Taten überein.

Als Jesus seine Jünger aussendet, die Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden, können auch sie Wunder tun und unreine Geister vertreiben. Wie bei Jesus, gehören auch bei ihnen Verkündigung der frohen Botschaft und Heilwerdung der Menschen untrennbar zusammen.

Und wie ist das bei uns? Sind wir als Verkünderinnen und Verkünder der frohen Botschaft auch heilsam, macht unsere Zeugenschaft für Jesus Menschen gesund? Können unsere Worte Menschen trösten und aufrichten, ist unsere Gegenwart heilsam für andere? Und im übertragenden Sinne: öffnen wir unseren Mitmenschen die Augen und die Ohren, für das, was um uns herum geschieht?

„Ein Wort kann verwunden, wie ein Dolch!“, heißt ein Sprichwort, aber umgekehrt können Worte heilen und Mut machen, sie wirklich aufrichten. Wussten sie, dass die Gegenwart eines Menschen gesund machen kann? Dieses „Wunder“ kann auch heute stattfinden mit und durch uns.

Das Wort „aufrichten“ und „Auferstehung“, so sagen uns die Exegeten, hat in der hebräischen Sprache den gleichen Ursprung. Wir als Menschen und als Christen, können anderen zur Auferstehung verhelfen, wenn wir sie aufrichten, ihnen ein heilsames und tröstendes Wort zusprechen – eine wunderbare Aufgabe auch für die Fastenzeit. So stehen wir in den Spuren Jesu!


(Peter Jansen, Velbert)


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Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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