9. März: Vier Evangelien


Vier Evangelien kennen wir in der Bibel. Sie sind benannt nach denen, die uns die Lebensgeschichte Jesu aufgeschrieben haben: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Aus ihren Sichtweisen und Überlieferungen beschreiben sie, was sie von Jesus wissen und gehört haben und übermitteln uns so, was Jesus gesagt und getan hat.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sie dabei unterschiedliche Schwerpunkte setzen und verschiedene Perspektiven herausarbeiten. Dabei legt der eine mehr Wert auf die Geburt Jesu, ein anderer mehr auf die Wunder oder den Umgang Jesu mit Kranken und Sündern. Gerade weil das Leben aus vier Sichtweisen beleuchtet wird, bekommen wir als Leser und Hörer ein umfassendes Bild das sich nicht widerspricht, sondern ergänzt.

Jedem der Evangelisten ist ein Symbol beigegeben ein Wesen, das wir in den Bildersprachen von Kirchen und Altären wieder finden können: der Löwe, der Stier, der Mensch und der Adler. Diese vier Wesen haben ihren Ursprung in der Apokalypse der Offenbarung des Johannes (Offb 4,7).

Der Löwe ist dem Evangelisten Markus beigegeben, der sein Evangelium in der Wüste beginnt, wo die wilden Tiere und die Löwen leben. Der Stier gehört zu Lukas, dem Arzt, der besonders Wert auf die Kindheitsgeschichte Jesu und auf Krankenheilungen legt. Der Mensch wird mit Matthäus verbunden, er arbeitet in seinem Evangelium besonders die Menschheit Jesu heraus und der Adler gehört zum Evangelisten Johannes, der gleichsam Höhenflüge macht und in seiner Sicht auf Jesus eine meditative und theologische Sprache gebraucht. Sein Evangelium ist eine wirklich geistliche Schrift.


(Peter Jansen, Velbert)


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Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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