6. März: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes


So beginnen wir jedes Gebet. Das ist uns in Fleisch und Blut übergegangen. Das Kreuzzeichen ist etwas, das zum katholischen Christsein dazugehört – vertraut seit frühen Kindertagen! Wir glauben an einen Gott, der dreifaltig ist. Hoppla, jetzt wird es kompliziert.

Drei in eins, so buchstabiert sich das Glaubensbekenntnis. Wie will ich das erklären, wenn mich jemand danach fragt? Geht das überhaupt? Wir glauben ja nicht an drei Götter. Sondern an den einen Gott in drei Personen, an Gott, der uns in drei „Erscheinungsformen“ begegnet, die eins sind. Das ist eine hochtheologische Frage.

Im Alten Testament begegnet uns schon der Geist Gottes in der Schöpfungsgeschichte. Es wird berichtet, dass er über dem Wasser schwebte. (Gen 1,2) In der Abrahamsgeschichte besucht Gott den Abraham unter den Eichen von Mamre in der Gestalt von drei Engeln. Abraham begrüßt ihn und sagt: „Mein Herr!“ in der Einzahl (Gen 18,2.3) In der Taufe Jesu bestätigt Gottes Stimme aus dem Himmel: Dieser ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören“! Und Jesus sagt von Gott: „Der Vater und ich sind eins! Wer mich hört, hört den Vater!“ Es gibt keinen Unterschied!

Vater, Sohn und Heiliger Geist verbindet die Liebe, ja wir sagen, Gott ist die Liebe. Wir weisen Gott in den drei Personen unterschiedliche Attribute zu, die aber nicht trennen, wenn wir über Gott sagen: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes, des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch! Und wir wissen, die menschliche Sprache greift immer zu kurz, um das Geheimnis Gottes wirklich zu beschreiben.


(Peter Jansen, Velbert)


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Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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