1. März: Entscheidungen treffen macht mich frei!


Ich merke immer wieder: Je mehr Freiraum ich mir nehme, frei von Zwängen, frei von „du musst" oder frei von „du sollst", desto mehr bin ich im inneren Gleichgewicht und werde nicht zum Werkzeug anderer, sondern kann und darf auch meine eigenen Vorstellungen umsetzen.

Konkret heißt das, nicht um jeden Preis perfekt sein zu müssen, auch mal den Dingen ihren Lauf zu lassen. Wen stört es, wenn ich jetzt nicht alles perfekt geputzt habe oder die Vorräte erst nächste Woche aufgefüllt werden?

Komplizierter wird es da schon mit den Kindern. Wie erklärt man einem Zweijährigen, dass die Mama gerade Mal keine Lust hat und lieber ein Buch lesen möchte? Mein Sohn kommt so lange wieder zu mir und sagt: „Mama mitspielen" bis ich aufgebe. Also wird gespielt und das ist auch gut so.

Ich könnte das jetzt noch für alle meine Aufgaben weiterspinnen. Letzten Endes entscheide doch ich, wo ich mir Grenzen setze und wo nicht. Und das glaube ich fest, ist von Gott auch so gewollt. Der freie Wille, die freie Entscheidung treffen zu können: Jenes ist mir wichtig und anderes eben nicht. Den Mut zu haben, Dinge sein zu lassen, empfinde ich persönlich als große Herausforderung, da durch zu viele verschiedene Baustellen der Blick auf das Wesentliche erschwert wird.



(Meike Kempkens, Grefrath)


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Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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