25. Februar: Der Sonntag ist der Tag des Herrn. Am Sonntag ruh‘ und bete gern!


Manche von Ihnen kennen diesen Satz und haben ihn vielleicht mit der Muttermilch aufgesogen. Wie verbringen wir den Sonntag, den ersten Tag der Woche. Nutzen wir ihn als Tag, um zur Ruhe zu kommen und für den Gottesdienst, die sonntägliche Messe. Der gesellschaftliche Druck, den Sonntag anders zu nutzen, ist groß. Immer mehr Sonntage sollen verkaufsoffen sein, das Gesundheitswesen nimmt auch kaum noch Rücksicht auf das Wochenende, speziell den Sonntag. Auch andere Branchen möchten gerne, dass sieben Tage die Woche durchgearbeitet wird.
Die Kirchen sprechen von kultureller Errungenschaft, die uns der Sonntag gebracht hat und von religiösen Erfahrungen, die wir am Sonntag machen können. Rücksichten auf den Sonntag werden aber kaum noch genommen – auch die Politik dringt auf Flexibilität.

Wo stehen wir da? Was ist uns Christen, was ist mir ganz persönlich dabei wichtig? Möchte ich am Sonntag „shoppen gehen“, oder schaffe ich das auch an den anderen Tagen der Woche und halte den Sonntag „heilig“. Der Sonntag bietet viele Chancen der Rekreation, des zur-Ruhe-kommens, aber wiegt das die anderen Gelüste auf?
„Am siebten Tage ruhte Gott“ steht im Schöpfungsbericht der Bibel. Das ist revolutionär! Alle Menschen dürfen einen Tag in der Woche pausieren, weil Gott selber diesen Tag geschaffen hat. Wir Christen haben aus dem Sabbat den Sonntag als „ersten Tag der Woche“ gemacht, den Herrentag, an dem Jesus auferstanden ist, aber die letztliche Bedeutung ist gleich geblieben: wir dürfen ausruhen, als eine Einladung, die von Gott kommt.

Gesetze und Verordnungen sind nur das eine. Es ist eine ganz persönliche Entscheidung, wie ich den Sonntag gestalte. Wenn ich – trotz Sonntagsöffnung der Geschäfte – nicht am Sonntag einkaufen gehen, weil ich das als Christ ablehne und viele sich mir anschließen, dann ist das ein bewusstes Zeugnis gegen den Kommerz und für den Sonntag als Herrentag, eine kulturelle und religiöse Errungenschaft, an der ich gerne festhalten möchte.


(Peter Jansen, Velbert)


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Inhaber und Herausgeber: Kolpingwerk im Erzbistum Köln e. V., Präses-Richter-Platz 1a, 51065 Köln
Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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