17. Februar: Frei werden... vom Handy...


Ja, ich nutze mein Smartphone sehr viel. Nicht nur fürs Telefonieren oder Kontakten zu Freunden und Familie. über mein Handy verfolge ich meinen Kalender, führe die Einkaufsliste, nutze es als Navigator, Nachrichtensprecher, Fußball-Liveticker, Radio, Fahrplan, Ticketautomat, Fotoapparat. Zusätzlich bin ich im Job fast immer anschreibbar für Ehrenamtier oder Kollegen.
Eine Last? Nein.
Eine Abhängigkeit? Absolut!

Im letzten Jahr bin ich die Fastenzeit anders angegangen als sonst. Kein Alkoholfasten, sondern teilweises Handyfasten. Abends ab 18 Uhr bis morgens, wenn der Wecker klingelt Handy aus – das war die Devise.
Und da fing es schon an, erster Abend, beruflicher Termin in Mönchengladbach bei einer neuen Gruppe, direkt mal verfahren und keine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Zwanzig Minuten zu spät beim Termin und die Gruppe leicht angesäuert, dass ich nicht Bescheid gesagt hatte.
Ansonsten: Zeit für anderes.
Nachrichten und Fußballergebnisse auf dem Handy? Kann ich auch am nächsten Morgen lesen. Whatsapp-Nachrichten? Sind selten so dringend, als dass sie nicht warten können. Wer hat wann was bei Facebook, Twitter oder Instagram gepostet? Ist nicht so wichtig. Stattdessen: Endlich einen dicken Wälzer anfangen – kein Handybrummen oder -klingeln – herrlich. Sich abends mit dem Kumpel verabreden, so wie früher – und sich einfach wie abgesprochen treffen, ohne noch digital den Treffpunkt nachzufragen. Den Kindern zuhören, wie ihr Tag war – erstaunlich!
Handy aus – und sei es nur für zwölf Stunden am Tag - probiere es aus!

(Paul Arns, Aachen)


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Inhaber und Herausgeber: Kolpingwerk im Erzbistum Köln e. V., Präses-Richter-Platz 1a, 51065 Köln
Redaktion: Dr. Tobias Kanngießer


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