26. Dezember: Dienen auf dem Fundament des Glaubens


Das Wort „dienen“ ist etwas aus der Mode gekommen. Diener sein – das klingt verstaubt, aus einer anderen Zeit. Zu schnell hat man das Bild des Dieners in Livree im Kopf, der „stets zu Diensten“ der Herrschaft am kaiserlichen Hof unterwürfig das Festmahl kredenzt. Kammerdiener oder Lakai, das scheint uns heutzutage doch eine wenig erstrebenswerte Tätigkeit zu sein.
Aber ich denke „dienen“ hat eine weitaus tiefere Dimension. In der Apostelgeschichte begegnet uns ein ganz besonderer Diener, nämlich der Heilige Stephanus, dessen Fest die Kirche heute feiert. Stephanus war der erste Märtyrer. Und er war Diakon „voll Kraft und Gnade“, wie uns die Bibel erzählt.
Diakon bedeutet bekanntlich Diener. Nicht allein, weil er am Altar Dienst tut, sondern weil er seine Talente und Fähigkeiten für seine Mitmenschen einsetzt und auf diese Weise den Menschen einen unschätzbaren Dienst erweist. Einen Dienst, den er freiwillig tut, um den Menschen auf diese Weise Gottes Liebe spürbar und erfahrbar zu machen.
Nicht immer braucht es dazu die Weihe zum Diakon. Zumeist genügt dazu eine Portion Mut. Mut zum Dienen – auch Demut genannt.
Wer den Mut hat, seine ihm von Gott geschenkten Gaben und Talente für die Menschen einzusetzen, der wandert auf den Spuren des Heiligen Stephanus. Und wie der Heilige Stephanus erlebt er dabei nicht immer nur Dankbarkeit.
Dienen auf dem Fundament des Glaubens hat zu allen Zeiten viele Gesichter. Aber im Kern geht es immer um das Gleiche. Nämlich um die Hinwendung zum Mitmenschen und um das Bemühen, anderen Gutes zu tun und ihnen auf diese Weise Gott näher zu bringen.
Ich möchte heute, am Ende der Projekte „Vitueller Advent- und Fastenkalender“ unserem Paul M. Delavos für 15 Jahre Dienst an den Mitmenschen ein von Herzen kommendes Danke sagen.
Lieber Paul, 15 Jahre lang hast du Gott über das Medium Internet zu den Menschen gebracht. Gott allein kennt die Zahl derer, die durch deine täglichen Impulse Trost und Hoffnung erfahren haben.
Ich schreibe diese Zeilen einerseits, um dir herzlich zu danken, andererseits aber auch, um vielen anderen Mut zu machen, ähnlich kreativ zu sein im Dienst an ihren Mitmenschen.
Ich sage dir im Namen aller Menschen, die du auf dem Weg des Glaubens begleitet hast, und im Namen unserer ganzen Pfarrgemeinde ein dankbares Vergelt‘s Gott!
Möge dein Beispiel viele Menschen inspirieren, kreativ zu sein im Einsatz ihrer Talente und Stärken im Dienst an ihren Mitmenschen.
Und möge der Heilige Stephanus dir und allen auf diesem Weg stets Begleiter und Fürsprecher sein.


(Originalbeitrag von Pfarrer Franz Zeiger, Linz – St. Peter)


IMPRESSUM:
Inhaber und Herausgeber: Pfarre Linz - St. Peter, Wallenbergstraße 20, 4020 Linz
Redaktion: Paul M. Delavos


Sie erhalten diese E-Mail, weil Ihre E-Mail-Adresse auf der Seite www.adventkalender.or.at eingetragen wurde. Sollten Sie sich abmelden wollen, so schicken Sie bitte diese E-Mail mit dem Betreff "Abmeldung" zurück.