24. Dezember: Hören – Sehen – Glauben


Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. (Lk 2, 15f)

Mit ganz einfachen Worten beschreibt der Evangelist Lukas das Ereignis von Weihnachten. Die Hirten schauen nach, ob die Engel auf den Feldern von Betlehem die Wahrheit gesprochen haben und finden es genauso vor.
Hören – und Sehen – und Glauben kommen in der Weihnachtsgeschichte in wunderbarer Weise zusammen. Die Hirten hören die Botschaft der Engel; mit eigenen Augen sehen und finden sie dieses Kind in der Krippe und erkennen in ihm das Christkind, den menschgewordenen Gottessohn.
Weil der Heilige Franz von Assisi wusste, dass es den Menschen leichter fällt, das Geschehen von Weihnachten auch zu sehen, um zu glauben, baute er die erste Krippendarstellung mit lebendigen Menschen nach. Seit der Zeit bauen die Menschen Krippen auf, nicht mehr nur aus lebendigen Figuren, sondern auch künstlerisch gestaltete aus den unterschiedlichsten Materialien. Wir kennen wunderbare Krippen in Kirchen, aber auch im heimischen Wohnzimmer. Manchmal entstehen ganze Landschaften, um die Weihnachtsgeschichte nach zu bauen und den Menschen das Verstehen zu erleichtern. In den Tagen nach Weihnachten machen sich viele Menschen auf, um sich an verschiedenen Krippen in der Nähe – oder auch weiter weg – zu erfreuen, ja zum Teil entsteht geradezu eine touristische Bewegung zu originellen oder kunsthistorisch wertvollen Krippendarstellungen. In Köln, wo ich geboren und aufgewachsen bin, ist das „Krippchen gucken“ geradezu ein „achtes Sakrament“, weil dabei den Menschen das Herz aufgeht, Kinder sich nicht sattsehen können und die Nähe Gottes spürbar wird. Da können große und kleine Menschen vom Schauen zum Glauben kommen.
Vor Weihnachten baue auch ich in meiner Wohnung eine Weihnachtskrippe auf und stelle zusätzlich noch eine weitere Krippendarstellung auf – dann werden Erinnerungen wach an meinen Vater und an beide Großeltern, sie waren die Erbauer und Schnitzer dieser Krippen. In den Augenblicken an diesen Krippen verschwimmt für mich ein wenig Zeit und Ewigkeit und es berühren sich Himmel und Erde, wie es in einem Lied heißt.
Da braucht es keinen Punsch und keine Weihnachtsgans, allein das Schauen auf das Geschehen der Heiligen Nacht in der Krippe öffnet mein Herz. Und dann darf ich mich anrühren und rufen lassen vom Kind von Betlehem. Vom Hören – zum Sehen – zum Glauben. In diesem Sinne gesegnete Weihnacht!


(Originalbeitrag von Pfarrer Peter Jansen, Velbert)


Pfarrer Franz Zeiger (Linz – St. Peter), Pfarrer i.R. Christoph Fr. Dziwisch (Stockelsdorf), Pfarrer Peter Jansen (Velbert) und Paul M. Delavos wünschen Ihnen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein erfolgreiches Jahr 2018.

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