17. Dezember: Freuet euch im Herrn!


Der dritte Adventssonntag trägt den lateinischen Titel „Gaudete!“ Wir freuen uns auf das Kommen Gottes in der Krippe von Betlehem. Es gibt an diesem Sonntag sogar eine besondere liturgische Farbe – rosa –, die es ansonsten nur noch am 4. Fastensonntag „Laetare“ gibt. Das Violett des Advents wird gleichsam aufgehellt – die Zeit des Wartens bis Weihnachten ist nur noch sehr kurz! Die Vorfreude wächst! Eines unserer Adventslieder drückt das in besonderer Weise aus – im neuen Gotteslob ist es wieder in den Stammteil gerutscht (GL 228): Das Lied „Tochter Zion“.
Der Text ist den biblischen Vorgaben des Buches Sacharja entnommen und von dem evangelischen Theologen Friedrich Heinrich Ranke um 1820 verfasst und auf einen Chorsatz von Georg Friedrich Händel gesetzt worden (aus den Oratorien Joshua und Judas Makkabäus). Es ist sicherlich das festlichste Lied in der Adventszeit, das wir deshalb auch noch gerne noch in der Weihnachtszeit weiter singen:

„Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir, ja, er kommt, der Friedefürst.
Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!“ (1)

Ein wahrer Jubelgesang, den wir anstimmen dürfen über das Kommen Gottes in diese Welt. Der Sohn Davids, der Messias, will kommen, um uns den Frieden zu bringen – er ist der Fürst des Friedens.
In dieser so friedlosen Welt ist das ein Hoffnungsstrahl für alle Menschen guten Willens. Der Friede Gottes hat die Kraft, allen Hass und alle Feindschaft zu überwinden. Aber der Friede fällt nicht vom Himmel, er braucht uns Menschen, unsere Versöhnungsbereitschaft und unseren Mut zum ersten Schritt. Wenn wir einstimmen in diesen vielstimmigen Chor der Sängerinnen und Sänger werden wir zu Mittätern einer neuen Friedens- und Versöhnungsbewegung. Die drei Strophen dieses Liedes dürfen in uns nicht verhallen, ohne dass wir bereit sind, dem Frieden zum Durchbruch zu verhelfen. Christliche Gemeinde als eine Friedensgemeinschaft unter dem Motto: „Wende das Böse, tue das Gute. Suche den Frieden und jage ihm nach!“
Wenn wir damit beginnen – auch schon vor Weihnachten – zum Beispiel am Sonntag „Gaudete“ – und mit dem, was wir im Gottesdienst singen und beten Ernst machen, dann wird Jubel sein im Himmel und auf Erden. Freuet euch im Herrn, noch einmal sage ich euch, freuet euch!


(Originalbeitrag von Pfarrer Peter Jansen, Velbert)


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Inhaber und Herausgeber: Pfarre Linz - St. Peter, Wallenbergstraße 20, 4020 Linz
Redaktion: Paul M. Delavos


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