13. April: Gründonnerstag


Papst Franziskus hat entschieden, dass sein Konterfei nicht mehr auf vatikanischen Münzen geprägt werden soll. Münzsammler mögen das bedauerlich finden, aber es ist konsequent. Es soll in Zukunft auf der Kopfseite nur noch das vatikanische Wappen aufgedruckt sein.
Franziskus versteht das Papstamt als ein Dienstamt und keines, das durch Macht und Ansehen auftritt.

Darum geht es auch am Gründonnerstag: Eucharistie und Fußwaschung sind die beiden Seiten einer Münze – sie gehören zusammen! Der, der sich uns im eucharistischen Brot schenkt, ist derselbe, der seinen Jüngern die Füße wäscht. Christus lässt sich nicht zerteilen. Er ruft auch uns in diesen Dienst. Teilhabe an seinem Leben, ist immer Teilhabe an seinem Dienst – Fußwaschung! Je mehr wir Christen uns von dieser Aufgabe einfangen lassen und uns selber zu den staubigen Füßen der Menschen gesellen, haben wir Teil am Leben Jesu – werden wir eucharistiefähig.

Am Gründonnerstag werden wir eingeladen, mit Jesus in den Abendmahlssaal zu kommen und von ihm das Entscheidende zu erlernen, was Christen wissen müssen: mit ihm verbunden zu sein, heißt: zu dienen, sich einzusetzen für den Menschen mit „staubigen Füßen“, für Menschen, die vor unserer Türe stehen und unsere Gemeinschaft suchen – eine offene Tür zu haben und wirkliche Begegnung zu ermöglichen. Christen, die nicht dienen, dienen zu nichts, weil sie letztlich keine Gemeinschaft mit Jesus haben und für ihn nicht empfangsbereit sind!

„Am Abend vor seinem Leiden – das ist heute“, betet der Priester im Hochgebet am Gründonnerstag. Eucharistiefeier ist immer Begegnung mit Jesus Christus im jetzt und hier – nicht Erinnerungsfeier von etwas Gestrigem. Das ist unsere Chance! Jetzt sind wir die, denen Jesus die Füße wäscht und sein Leben teilt. Ungeheuerlich, aber wahr! Jeden Tag aufs Neue können wir die Chance ergreifen – im Dienstamt an anderen – in der Gemeinschaft mit IHM und untereinander. Zwei Seiten der gleichen Münze!


(Originalbeitrag von Pfarrer Peter Jansen, Velbert)


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Inhaber und Herausgeber: Pfarre Linz - St. Peter, Wallenbergstraße 20, 4020 Linz
Redaktion: Paul M. Delavos


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