9. April: speisen


Wir brauchen nicht noch mehr Wachstum, Gewinn, Rendite. Wir brauchen mehr Barmherzigkeit. Wir brauchen Menschen mit Herz, die sich trauen, selbst zu leben und lebendig zu sein - und andere daran teilhaben zu lassen.
Die klassischen sieben „leiblichen Werke der Barmherzigkeit“ wollen dabei Wegweiser sein: speisen, tränken, beherbergen, kleiden, pflegen, besuchen, beerdigen. Und vielleicht können sie uns in der Vorbereitung auf Ostern dabei helfen, unseren Weg zu überdenken und neu zu finden.
Hungrige speisen ... Hunger kann ganz viele Gesichter haben. Da ist der ganz konkrete Hunger auf etwas zu essen, aber auch Hunger nach Anerkennung, danach, gesehen oder gehört zu werden, Hunger danach, einfach dabei zu sein.
Was es dazu braucht? Ein Gespür dafür, wonach der andere hungert – und das muss nicht unbedingt Geld oder Brot sein. Manchmal ist es einfach ein gutes Wort, sind es ein paar Minuten Zeit.
Und: Wenn ich selbst grad am Verhungern bin, kann ich anderen schlecht abgeben. Andere speisen kann ich dann, wenn ich das habe, was ich zum Leben brauche.
Was brauche ich – und was kann ich abgeben? Und was tue ich dafür?


Aus: Andrea Schwarz, Um Antwort wird gebeten. 52 Einladungen ins Leben, S. 27 © Patmos Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2016. Internet: www.verlagsgruppe-patmos.de
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IMPRESSUM:
Inhaber und Herausgeber: Pfarre Linz - St. Peter, Wallenbergstraße 20, 4020 Linz
Redaktion: Paul M. Delavos


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