29. März: Danke, ach Herr, ich will dir danken, dass ich danken kann.


Es gibt diesen schönen Witz, dass ein Kind mittags aus der Schule nach Hause kommt und der Mutter berichtet, dass es die ersten Worte auf Englisch gelernt hätte: „Bitte“ und „Danke“! Die Mutter antwortet, das sei ja großartig, denn auf Deutsch würde sie diese Worte ja kaum kennen.
Manchmal scheint es so, dass „Bitte“ und „Danke“ – besonders das Danken – aus der Mode gekommen sei. Dabei gibt es so viel, wofür es zu danken gilt in unserem Alltag. Das gilt nicht nur für die Kinder, sondern für Menschen jeden Alters. Nichts ist selbstverständlich. Ein alter Priester, der mir vor Jahrzehnten Nachhilfe in Hebräisch gab, antwortete immer auf meinen Dank: „Dat hätt kein Ursaach (Das hat keine Ursache)!“ – Doch, ich war ihm sehr dankbar dafür, dass ich mit seiner Hilfe die Prüfung geschafft habe! Und ich bleibe dabei, diesen Dank auch auszusprechen, war für uns beide Seiten wichtig!

Gerade jetzt, wo es draußen wieder zu blühen anfängt, sind wir dankbar dafür, dass der Winter langsam zu Ende geht. Ich erfreue mich an den Primeln und Krokussen, den Weidenkätzchen und dem ersten Grün. Da bleibt für mich der Dank gegen den Schöpfergott nicht aus. Und in den Sinn kommt mir das schon als Kind erlernte Lied: „Danke für diesen guten Morgen“ von Martin Gotthard Schneider. In der letzten Strophe heißt es:

„Danke, dein Heil kennt keine Schranken,
danke, ich halt mich fest daran.
Danke, ach Herr, ich will dir danken,
dass ich danken kann.“

Sich zu erinnern, dass nichts selbstverständlich ist und wir viel Grund zur Dankbarkeit haben, könnte eine Grundhaltung dieser Fastenzeit sein. Unseren Mitmenschen und Gott gegenüber diesen Dank auch in Worte zu bringen, tut uns und den Menschen gut – und ich denke auch Gott freut sich darüber, wenn wir ihn so im Blick behalten. „Danke für diesen neuen Tag, guter Gott, an dem wir uns an deiner Schöpfung erfreuen dürfen und an den Menschen, die uns liebevoll begegnen.“


(Originalbeitrag von Pfarrer Peter Jansen, Velbert)


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Inhaber und Herausgeber: Pfarre Linz - St. Peter, Wallenbergstraße 20, 4020 Linz
Redaktion: Paul M. Delavos


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