17. März: Kleingeld


Es ist irgendwie seltsam – manchmal sammelt es sich im Geldbeutel regelrecht an, dann wieder kann man auf die Frage der Kassiererin, ob man „es denn klein hätte?“ nur hilflos die Schultern zucken.
Kleingeld kann wichtig sein. Der Hundert-Euro-Schein im Portemonnaie ist ganz beruhigend, aber er hilft mir wenig, wenn ich nachts mein Auto aus dem Parkhaus holen will. Und da finde ich auch keinen, der mir dann den Schein noch wechselt.
Kleingeld kann zählen. Ich habe ein Sparschwein, in das immer dann eine entsprechende Münze hinein wandert, wenn ich billig getankt habe, es die Butter im Sonderangebot gab, ich einen Brief persönlich mitgeben konnte und keine Briefmarke drauf kleben musste. Da kommen schon mal 80 Euro zusammen – und die finanzieren dann die Abendessen beim nächsten Kurzurlaub.
Auch im Glauben gibt es „große Scheine“ und „kleine Münzen“. Das sind die Momente mitten im Alltag, in denen etwas von Gott aufblitzt. Die sind wichtig, und die können zählen, ein kurzes Gebet, die schmale Mondsichel am Himmel, eine Umarmung, das Anzünden einer Kerze.
Wenn ich sie denn wahrnehme und aufhebe und sammle ...


Aus: Andrea Schwarz, Gott lässt grüßen. 52 Entdeckungen, S. 44 © Patmos Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2016. Internet: www.verlagsgruppe-patmos.de
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IMPRESSUM:
Inhaber und Herausgeber: Pfarre Linz - St. Peter, Wallenbergstraße 20, 4020 Linz
Redaktion: Paul M. Delavos


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