14. März: Fehler


Es gibt den weisen Satz:
„Wer an sich selbst Fehler entdeckt, kann demütiger, menschlicher
und geduldiger mit den Fehlern anderer umgehen!“

Es gibt sehr selbstgerechte Menschen,
die blind sind für eigene Schwächen.
Sie sind begeistert von all ihrem eigenen Reden und Tun.
Doch Selbstgerechtigkeit macht überheblich.
Der Selbstgerechte schaut von oben auf seine Mitmenschen herab.
Er fühlt sich überlegen, weil er an einer egoistischen Fehleinschätzung leidet.
Er setzt sich auf den hohen Thron und genießt seine Überlegenheit
über all die vermeintlich Schwächeren.

Wer sich jedoch einen Blick bewahrt hat für die eigenen Unvollkommenheiten,
der steigt herunter vom hohen Thron.
Wer ehrlich mit sich selbst umgeht,
der begegnet seinen Mitmenschen auf Augenhöhe.
Wer sein wahres Gesicht im Spiegel erkennt,
der hat auch Verständnis für die Falten und Furchen im Gesicht des anderen.

Wie wohltuend sind Menschen,
bei denen ich meine Schwächen nicht verstecken muss.
Wie angenehm sind Menschen, bei denen man nicht perfekt sein muss.
Wie christlich sind Menschen, die mir von ganzem Herzen verzeihen können,
wenn ich einen kleinen oder auch einen großen Fehler gemacht habe.

In diesem Sinne heißt Fastenzeit auch:
auf Selbstgerechtigkeit verzichten,
demütig die eigenen Fehler erkennen
und liebevoll mit den Schwächen anderer umgehen.


Aus: Pater Wilhelm Ruhe, Bardeler Fastenmeditationen, S. 5 © Verlag Dom Buchhandlung, Osnabrück 2017. Internet: www.dom-buchhandlung.de
Sie können das verwendete Buch direkt über diesen Link bestellen.



IMPRESSUM:
Inhaber und Herausgeber: Pfarre Linz - St. Peter, Wallenbergstraße 20, 4020 Linz
Redaktion: Paul M. Delavos


Sie erhalten diese E-Mail, weil Ihre E-Mail-Adresse auf der Seite www.fastenkalender.or.at eingetragen wurde. Sollten Sie sich abmelden wollen, so schicken Sie bitte diese E-Mail mit dem Betreff "Abmeldung" zurück.