3. März: Achtsamkeit hilft


Achtsam sein auf den anderen heißt auch: achtsam sein auch auf das andere in ihm. Es ist wichtig, sich immer wieder in den andern hineinzuversetzen, sich zu fragen, wonach er sich sehnt, woran er leidet, warum er so empfindlich ist, warum er so reagiert. Ich darf nicht alles persönlich auf mich beziehen. Sein Verhalten sagt etwas über ihn aus. Und wenn er schwierig ist, dann hat das immer einen Grund in seiner Lebensgeschichte. Auf diese Weise beiße ich mich nicht fest an seinem Verhalten. Ich versuche, dahinterzusehen, es zu verstehen. Wenn ich es verstehe, kann ich besser darauf reagieren. Bei allen Begrenzungen, die ich im andern sehe, muss ich aber auch an das Gute in ihm glauben. Nur wenn ich an das Gute in ihm glaube, wird er den guten Kern in sich entfalten. Dazu kann ich aktiv beitragen. Mein Glaube an das Gute im anderen wächst, wenn ich etwa für ihn bete oder wenn ich ihn segne. Im Segen wünsche ich einem Menschen das, was er braucht, um mit sich in Frieden zu kommen. Im Gebet lerne ich, den andern mit neuen Augen zu sehen. Und genau diese Fähigkeit den anderen mit neuen Augen zu sehen ist entscheidend für das Gelingen einer Beziehung. Denn oft genug scheitern Beziehungen nicht nur in der Partnerschaft, sondern In den verschiedensten Zusammenhängen , weil wir den andern nicht sehen wie er ist, sondern ihn nur durch die Brille unserer Vorurteile wahrnehmen.


Aus: Anselm Grün, hrsg. v. Rudolf Walter, Quellen der Kraft. Eigene Energien nutzen, S. 100-101 Verlag Herder GmbH, Freiburg i. Br. 2016. Internet: www.herdershop24.de
Sie können das verwendete Buch direkt über diesen Link bei Herder bestellen.



IMPRESSUM:
Inhaber und Herausgeber: Pfarre Linz - St. Peter, Wallenbergstraße 20, 4020 Linz
Redaktion: Paul M. Delavos


Sie erhalten diese E-Mail, weil Ihre E-Mail-Adresse auf der Seite www.fastenkalender.or.at eingetragen wurde. Sollten Sie sich abmelden wollen, so schicken Sie bitte diese E-Mail mit dem Betreff "Abmeldung" zurück.