1. März: Anhalten


Und mitten hinein in all die Ausgelassenheit, den närrischen Trubel die Worte: „Mensch, gedenke, dass du Staub bist ...“ – fast als ob mich eine entgegengehaltene Hand, eine Stimme zum Anhalten zwingt. Und ich werde „gezeichnet“, mit einem Kreuz aus Asche.
Nein, da will mir keiner den Spaß verderben. Da will mich einer erinnern, da will mich einer in mein Inneres führen, zu dem, was wirklich wichtig ist. All mein Handeln, mein Denken, mein Tun ist oft nur nach außen gerichtet – was werden die anderen sagen? Wie steh’ ich da? Schneller, weiter, höher, besser – aber all das trägt nicht. „Haben“ ist nicht gefragt und „machen“ auch nicht. Was zählt, ist das „Sein“. Das aber kommt aus dem „Inneren“ heraus – und deshalb ist es notwendig, dass ich immer wieder einmal daran er-innert werde. Wenn ich um meine Vergänglichkeit weiß, werde ich die Gegenwart bewusster leben.
Darum geht es – lebendiger werden. Wenn es wirklich das Stück Schokolade sein sollte, was mich daran hindert, okay, dann verzichte ich darauf. Es könnte aber sein, dass es ganz andere Dinge sind, die zwischen mir und dem Leben stehen.
Die Einladung steht ... hin zum Leben.


Aus: Andrea Schwarz, Gott lässt grüßen. 52 Entdeckungen, S. 19 © Patmos Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2016. Internet: www.verlagsgruppe-patmos.de
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IMPRESSUM:
Inhaber und Herausgeber: Pfarre Linz - St. Peter, Wallenbergstraße 20, 4020 Linz
Redaktion: Paul M. Delavos


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