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Fastenkalender der Pfarre Linz - St. Peter |
20. März: Leiste dir eine Utopie
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1. Was ist, ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Unter Umständen ist es nicht einmal der Weisheit Schluss, sondern der Triumph der Dummheit, der Gier und der schieren Gewalt: Du musst dir das immer vor Augen halten, sonst erliegst du der Verführung, dass das Wirkliche immer auch das Richtige sei. 2. Auf dich kommt es an. Leiste dir eine Utopie. Lass dir nicht einreden, das sei wirklichkeitsfremd. Wirklichkeitsfremd handeln vielmehr die, die meinen, dass an dieser Welt nichts mehr zu ändern ist. 3. Träume! Träume alle möglichen Träume. Träume, wie leidenschaftlich du die Erde liebst, und liebe sie. Träume, dass Frieden möglich ist, und mach Frieden. Bloß träume nicht, dass ein Prinz kommen wird, um dich zu erlösen: Er kommt nicht! 4. Träume nicht, dass irgendwann einmal ein Zeitpunkt kommen wird, wo du für immer im Glück leben wirst. Diesen Zeitpunkt gibt es nicht. Da ist immer noch irgendetwas nicht aufgeräumt, in deiner Stube und in deinen Beziehungen. Aber tröste dich, Chaos und Liebe gehören zusammen! 5. Denk nicht, dass Träumen und Handeln nichts miteinander zu tun haben. Nur wer viel träumt, weiß, dass es immer mehr Möglichkeiten gibt, als sich der Verstand das so ausmalt. Es braucht deinen Einspruch, deine Empörung und deine Liebe, dass das Leben gut und schön werden kann, für dich selbst und für andere. 6. Deine Geschichte ist meine Geschichte. Deine Geschichte ist unsere Geschichte. 7. Freu dich nicht darüber, dass du verschont geblieben bist, solange es andere Frauen gibt, denen Gewalt geschehen ist. Die Menschenwürde ist unteilbar. Vielmehr: Freu dich, dass dir das Energie gibt, solidarisch zu sein. 8. Versuche nicht, die ganze Welt zu erlösen. Das wird dich mutlos machen und traurig. 9. An einem Ort kriech dem Unrecht unter die Haut, streck deine Hand aus, teil dich mit. Das genügt. Eine Million Frauen, das ist eine Million Mal eine Frau! 10. Halte deine Träume nicht fest, sondern teile sie mit anderen! Versuche sie zu leben. Gemeinsam! Erinnere dich an das Zauberwort der göttlichen Geistkraft und sag es dir immer wieder vor, wenn der Tag grau ist und der Glaube klein: Es ist möglich!
Aus: Reinhild Traitler, Es muss nicht der siebte Himmel sein. Spirituelle Texte für alle Tage, S. 78–79 © Matthias-Grünewald-Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2009. Internet: www.gruenewaldverlag.de
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