Die Fastenzeit hat begonnen – vielleicht haben wir uns etwas vorgenommen in diesen Tagen zu tun, oder zu unterlassen – Vorsätze gefasst:
- Besuche bei alten oder kranken Familienangehörigen oder Freunden zu machen, die wir lange aufgeschoben haben
- Mehr Zeit zu nehmen für unsere Kinder oder Eltern
- Mal wieder Sport zu treiben
- Regelmäßiger zu beten und in der Heiligen Schrift zu lesen
- Auf Alkohol verzichten
- Weniger oder gar nicht zu rauchen
- Zu Fasten, was auch immer das für jeden heißen mag ...
Die Liste ist variabel zu ergänzen oder zu verändern. Vierzig Tage machen wir uns so auf den Weg auf Ostern zu. Dabei finden wir viele Menschen in der Bibel, die sich mit uns solidarisieren: 40 Jahre war das Volk Israel durch die Wüste unterwegs, 40 Tage wanderte der Prophet Elia durch die Wüste, 40 Tage war Jesus in der Wüste zur Vorbereitung seiner irdischen Mission (...) Die Zahl 40 – eine wichtige Zahl, eine Zahl, die es in sich hat.
Aber Halt! Haben Sie einmal gezählt die Tage vom Aschermittwoch bis Ostern? – das sind mehr als 40! Ja, wir dürfen die Sonntage ausnehmen in der Fastenzeit. Am Herrentag können wir Luft holen von der anstrengenden Woche und uns auch ein Glas Wein gönnen. Jeder Sonntag ist ein Feiertag und kein Fasttag.
Manchmal schmuggeln sich auch noch andere Tage in die Fastenzeit ein, die uns vom Fasten befreien, zum Gottesdienst einladen und feiern lassen, so in diesem Jahr der Josefstag am 19. März und das Hochfest der Verkündigung des Herrn am 25. März. Die Devise heißt: Fasten mit Maß, damit der Weg nicht zu weit und zu anstrengend für uns ist – und wir an den anderen Tagen konsequent das tun, was wir uns auferlegt haben.
Originalbeitrag von Pfarrer Peter Jansen, Velbert
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Redaktion: Paul M. Delavos